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Gotteserfahrung heute
Der große Theologe und spirituelle Lehrer Karl Rahner hat wie kaum ein anderer in immer neuen Anläufen und neuen Perspektiven die Frage zur Sprache gebracht, wie wir Gott erfahren können. Und unermüdlich hat er betont, dass jeder Mensch grundsätzlich für eine solche Erfahrung offen ist, denn er lebt »mit den Sandkörnern des Strandes beschäftigt, am Rand des unendlichen Meeres des Geheimnisses...« |
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Unbegreiflicher – so nah
Karl Rahner war nicht nur ein großer Theologe, er war gleichzeitig ein einfühlsamer Seelsorger, ein leidenschaftlicher Prediger und ein geistlicher Lehrer und selbst ein durch und durch spiritueller Mensch. Gerade für Menschen, die mit beiden Beinen in der Welt stehen, versteht er zu sagen, was der christliche Glaube ist, wie wir mit Gott in Kontakt kommen können, wie wir beten können. |
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Abstieg in den Tod
Die Kar-und Ostertage bilden die Herzmitte und den Urgrund christlichen Glaubens. Hier – im Leiden und Sterben Jesu Christi, in der Stille des Karsamstags und im Wunder der Auferstehung des »Ersten der Entschlafenen« – nimmt die Heilsgeschichte ihren unhintergehbaren Anfang. »Der Tod ist das Alltäglichste, könnte man meinen.« |
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Berührt vom unendlichen Geheimnis
»Mich durchdringt das unendliche Geheimnis, das mehr ist als das noch nicht Gewusste.« In diesem Bekenntnis drückt sich Karl Rahners Überzeugung aus, dass wir nie an einen Punkt kommen werden, an dem alle Fragen und Probleme gelöst sein werden. »Wir sind grundsätzlich und immer unterwegs. Wir sind immer diejenigen, die nochmals weiterfragen können.« Für Rahner heißt das, wir können auf dieses Geheimnis zugehen, wir können es anreden, wir können beten. |
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